Bauvorhaben
Kernsanierung der Gebäude V15R und V15S der Universität Duisburg-Essen
Leistungen
Technische Gesamtplanung
Projektinformation
Die Gebäude V15R und V15S bestehen aus einem aufgehenden Hochbau mit zwei vertikalen Treppenhauskernen (V15 und V13) sowie nach Süden auskragenden Flachbauten. Der Hochbau, in dem sich überwiegend Büro- und Seminarflächen befinden, wurde vollständig und umfassend im Rahmen einer Kernsanierung modernisiert.Die Werkstattbereiche für Holz- und Metallbearbeitung befinden sich in den südlichen Flachbauten. Diese Bereiche wurden im laufenden Betrieb über mehrere aufeinander abgestimmte Bauabschnitte saniert und technisch neu ausgestattet. Die Arbeiten in den Werkstätten stellten eine besondere Herausforderung dar, da sowohl der laufende Werkstattbetrieb als auch hohe Anforderungen an Sicherheit, Staubfreiheit berücksichtigt werden mussten. Eine enge Abstimmung mit den Nutzern sowie eine präzise Bauablaufplanung waren hierfür unerlässlich. ITR verantwortete die technische Gesamtplanung und die Objektüberwachung aller gebäudetechnischen Anlagen. Erneuert wurden die zentralen Technikbereiche im Unter- und Dachgeschoss sowie die Unterzentralen auf den Etagen. Das Büro- und Seminargebäude wird über neue Zuluftgeräte im Untergeschoss mit einer Gesamtluftmenge von rund 50.000 m³/h versorgt. Die Abluft erfolgt über neue Anlagen in den obersten Geschossen der beiden Treppenhaustürme. Der integrierte Hörsaal verfügt zusätzlich über eine eigene Abluftanlage, die ebenfalls an das hocheffiziente Wärmerückgewinnungssystem (WRG) angebunden ist.
Für die Werkstätten wurden separate raumlufttechnische Anlagen installiert:
– Die Metallwerkstatt erhält eine eigene Zu- und Abluftanlage mit einer Luftmenge von 12.000 m³/h.
– Die Holzwerkstatt verfügt über ein autarkes Zu- und Abluftsystem mit erhöhten Sicherheitsanforderungen, insbesondere im Hinblick auf Luftreinheit, Brand- und Explosionsschutz. Zusätzlich wurde eine leistungsfähige Spänabsaugung zur effizienten und sicheren Nutzung der Holzmaschinen installiert, die zentral in das Lüftungskonzept integriert ist.
Die Laborflächen wurden nach den höchsten sicherheitstechnischen Anforderungen geplant und ausgestattet, unter anderem in Bezug auf Lüftung, Medienversorgung, Möblierung (Baumöbelplanung) sowie Explosions- und Gefahrstoffschutz.Dabei wurde besonderer Wert auf die sichere Abführung der Chemieabluft über Dach sowie auf die brandschutzgerechte Führung der Lüftungssysteme gelegt.Die gesamte Elektrotechnik – einschließlich Beleuchtung, Datennetzinfrastruktur, Brandmeldeanlage, elektroakustischer Anlage, Aufzügen sowie Gebäudeautomation – wurde im Rahmen der Sanierung vollständig erneuert.Durch den Anschluss an die Fernwärme- und -kälteversorgung des Campus, kombiniert mit Niedertemperaturheizflächen und der Wärmerückgewinnung, werden die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes deutlich unterschritten.
Bauherr
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW,
Niederlassung Duisburg
Architekten
Dipl.-Ing. Himmelhaus, Hattingen
Bausumme
KG 400: 14,35 Mio. € incl. MwSt.
KG 300: 21,73 Mio. € incl. MwSt.
Bruttogrundfläche (BGF)
18.169 qm
Leistungsphasen (HOAI)
2-8 (Vorplanung – Objektüberwachung)